Hallo liebe Gastfamilie,
mein Name ist Florencia, ich komme aus Madagaskar. Dieses Jahr werde ich 19 Jahre alt und bin noch Studentin, ich spreche Madagassisch und ein wenig Deutsch. Ich habe eine ziemlich große Familie. Ich habe einen Bruder und drei Schwestern. Ich habe von meiner älteren Schwester vom Au-Pair-Programm gehört. Eine Freundin von ihr ist in Deutschland als Au-Pair. Ich mag Kinder und kümmere mich sehr gern um sie. Ich habe viel Erfahrung gesammelt, da ich oft auf die Kinder meines älteren Bruders und meiner älteren Schwester aufpasse. Besonders in den Ferien spiele ich mit ihnen.
Seit der Schulzeit habe ich immer davon geträumt, einen Beruf auszuüben, der etwas mit Babys oder Kindern zu tun hat. So begann ich nach meinem Abitur letztes Jahr eine Ausbildung zur Krankenschwester. Ich besuche gleichzeitig einen Deutschkurs und bin jetzt auf dem A2-Niveau.
Für dieses Au-Pair Jahr bin ich sehr motiviert, denn neben meiner Ausbildung möchte ich weitere Kenntnisse in einem anderen Land erwerben. Oft diskutiere ich mit dieser Freundin meiner Schwester und erfahre immer mehr über ihren Alltag. Sie verbringt viel Zeit mit der Gastfamilie und mit den Nachbarn auch. Jetzt versteht sie, wie das Alltagsleben dort funktioniert. Manchmal sind die Kinder krank und sie begleitet sie zum Arzt. Da kann sie feststellen, wie gut das Gesundheitssystem ist. Ihre Erzählung verstärkt meine Entscheidung, als Au-Pair tätig zu sein. Aber vielleicht fragen Sie sich, warum ich nicht darauf warte, bis meine Ausbildung fertig ist? Eigentlich habe ich daran gedacht, aber ab dem zweiten Jahr machen wir Praktika in Gesundheitszentren und Krankenhäusern und mein Aufenthalt wäre ein Plus für mich.
Nach meinem Au-Pair-Aufenthalt möchte ich mein Krankenpflegestudium fortsetzen. Als Abschluss müssen wir die Ergebnisse unserer Forschungsarbeit präsentieren. Und da möchte ich Vorschläge zur Verbesserung der Behandlung von Kinderkrankheiten machen. Es geht nicht nur um medizinische Behandlung, sondern auch um guten Umgang und Kommunikation mit Kindern. Und meine Erfahrung in Deutschland werde ich als Basis für meine Arbeit benutzen. In einem Jahr kann man vieles erleben, schöne wie weniger schöne Dinge.
Und was hat das alles mit der Sprache zu tun? Dank meiner besseren Beherrschung der deutschen Sprache kann ich mich besser ausdrücken und lerne, meine Argumente zu begründen.
Ich hoffe, Sie von meiner Motivation überzeugt zu haben. Wenn Sie weitere Fragen haben, stehe ich Ihnen für einen Videocall gerne zur Verfügung.
Herzliche Grüße, Florencia

